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Pressemitteilung —

KMU-Stimmungsbarometer: Fast zwei Drittel der KMU unzufrieden mit der Bundesregierung

Köln/Wuppertal, 6. Oktober 2026 – Zwischen Reformversprechen und wirtschaftlichen Herausforderungen steht die Bundesregierung unter zunehmendem Handlungsdruck. Viele Unternehmen warten auf spürbare Verbesserungen der Rahmenbedingungen am Wirtschaftsstandort Deutschland. Wie bewertet der Mittelstand die bisherige Entwicklung?

Das aktuelle KMU-Stimmungsbarometer der BarmeniaGothaer zeigt: 63 Prozent der befragten Unternehmen sind mit der Arbeit der Bundesregierung (eher) unzufrieden. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 47 Prozent. Die Bewertung der Regierungsarbeit hat sich damit innerhalb eines Jahres deutlich verschlechtert. Lediglich 21 Prozent zeigen sich (eher) zufrieden, während 16 Prozent eine neutrale Einschätzung abgeben.

„Der Mittelstand sendet ein klares Signal: Die Erwartungen an die Wirtschaftspolitik sind hoch, die Geduld der Unternehmen wird kleiner. Reformankündigungen allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, dass Entlastungen spürbar im betrieblichen Alltag ankommen“, erklärt Thomas Bischof, Vorstand Komposit bei der BarmeniaGothaer. „Wer investieren, sich transformieren und wachsen soll, braucht Planungssicherheit und schnellere Verfahren.“

Zukunftsfähigkeit des Standorts wird zurückhaltend bewertet

Die kritische Einschätzung der Regierungsarbeit spiegelt sich auch in der Bewertung des Wirtschaftsstandorts Deutschland wider. Bei der erstmals erhobenen Frage bewerten 28 Prozent der Befragten die Zukunftsaussichten Deutschlands als außerordentlich gut oder eher gut. Demgegenüber stehen 37 Prozent, die den Standort als eher schlecht oder sehr schlecht einschätzen. Weitere 35 Prozent vergeben eine neutrale Bewertung.

Bürokratieabbau bleibt wichtigste Forderung des Mittelstands

Trotz der unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Herausforderungen zeigt sich bei den Prioritäten des Mittelstands ein bekanntes Bild. An erster Stelle steht mit Abstand der Abbau von Bürokratie und regulatorischen Hürden. 63 Prozent der KMU wünschen sich hier mehr Unterstützung (minus 5 Prozentpunkte). Auf den weiteren Plätzen folgen die Einführung einer Energiepreisbremse (46 Prozent; minus 1 Prozentpunkt), die Senkung der Steuersätze für Unternehmen (44 Prozent; minus 1 Prozentpunkt) sowie Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung (41 Prozent; minus 5 Prozentpunkte). Maßnahmen zur Erhöhung der Standortattraktivität Deutschlands nennen 40 Prozent der befragten Unternehmen (minus 1 Prozentpunkt).

„Die Unzufriedenheit steigt deutlich, die Forderungen bleiben dieselben. Die Unternehmen erwarten nichts Neues, sondern dass das Bekannte endlich umgesetzt wird. Daran wird sich entscheiden, wie sie die Zukunft des Standorts Deutschland bewerten“, fasst Bischof zusammen.

Über die Studie

Die repräsentative Studie wurde von der BarmeniaGothaer in Zusammenarbeit mit der HEUTE UND MORGEN GmbH im Zeitraum vom 1. September bis 15. September 2026 durchgeführt. Befragt wurden 529 Versicherungs(mit)entscheider*innen aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (quotiert nach Anzahl der Mitarbeiter und Branche).

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Die BarmeniaGothaer Gruppe gehört mit rund acht Millionen Kundinnen und Kunden, 7.500 Mitarbeitenden sowie Beitragseinnahmen von rund 9,3 Milliarden Euro zu den Top10-Versicherern in Deutschland und ist einer der größten Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit.

Angeboten werden alle Versicherungssparten für Privat- und Firmenkunden. Dabei setzt das Unternehmen auf qualitativ hochwertige persönliche und digitale Beratung sowie die Unterstützung seiner Kundinnen und Kunden auch über die eigentliche Versicherungsleistung hinaus. Als einer der führenden Partner für den Mittelstand bieten die BarmeniaGothaer Unternehmen eine umfassende Absicherung gegen alle relevanten Risiken. Neben vielfältigen Schutzkonzepten unterstützen sie ihre Firmenkunden auch bei aktuellen Herausforderungen wie der Mitarbeitendengewinnung und -bindung.

Privatkunden bietet die BarmeniaGothaer neben dem klassischen Versicherungsschutz und der Altersvorsorge auch digitale Services sowie vielschichtige Gesundheitsdienstleistungen. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist die BarmeniaGothaer nur ihren Mitgliedern – also ihren Kundinnen und Kunden verpflichtet – nicht etwa Aktionären. Durch diese Unabhängigkeit kann das Unternehmen langfristig und nachhaltig im Sinne seiner Mitglieder agieren.

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